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Die 1.BImSchV

So etwas muss nicht mehr sein
So etwas muss nicht mehr sein

Die 1. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (1.BImSchV) wurde mit Wirkung zum 22.03.2010 geändert.
Diese Änderung hat hauptsächlich Auswirkungen auf Feuerungsanlagen die mit festen Brennstoffen betrieben werden.

Zum 01.01.2015 ist die Stufe zwei der 1.BImSchV in Kraft getreten.
Für Sie bedeutet das, das alle Feuerstätten für feste Brennstoffe die neuerrichtet oder wesentlich geändert werden den verschärften Anforderungen der Verordnung entsprechen müssen.
Für einige Feuerungsanlagen gibt es Ausnahmen bzw. längere Übergangszeiten.

Sie planen eine Feuerungsanlage für feste Brennstoffe neu zu errichten oder eine bestehende wesentlich zu ändern? Sprechen Sie uns vorher an damit die Anlage ordentlich geplant werden kann.

Die wesentlichsten Änderung der 1.BImSchV geändert am 22.03.2010 betreffen Feuerstätten für feste Brennstoffe.
Kamin-, Kachel-,Specksteinöfen offene Kamine usw.(Einzelfeuerstätten).

Diese Feuerstätten sind nach Ablauf einer Übergangsfrist still zu legen, zu ersetzen oder mit Feinstaubfiltern nach zurüsten. Liegt ein Nachweis des Herstellers vor, dass Ihr Ofen den Anforderungen der 1.BImSchV Stufe 1 entspricht sind Sie bzw. ist Ihr Ofen von der Nachrüstverpflichtung befreit.
Für den klassischen offen Kamin, Kachelgrundöfen, Antiköfen (hergestellt oder errichtet vor dem 01.01.1950) Herde Back- (unter 15 KW Nennwärmeleistung) und Badeöfen gelten Ausnahmen.
Sie wissen nicht ob Ihr Ofen von dieser Regel betroffen ist, sprechen Sie uns an!

Übergangszeiten für Einzelfeuerstätten:

Datum auf dem Typenschild Zeitpunkt der Nachrüstung oder Außerbetriebnahme
bis 31. Dezember 1974 oder Datum nicht feststellbar 31. Dezember 2015
01.Januar 1975 bis 31.Dezember 1984 31. Dezember 2017
01.Januar 1985 bis 31.Dezember 1994 31. Dezember 2020
01.Januar 1995 bis 21.März 2010 31. Dezember 2024

Messung Vorort

Für hochwertige Kaminöfen, Kacheleinsatzöfen usw. besteht die Möglichkeit durch eine Messung Vort die Einhaltung der Grenzwerte nachzuweisen.
Sprechen Sie mich an. Ich berate Sie zu den Möglichkeiten für Ihre Feuerstätte.

Die Messung darf nur von entsprechend qualifizierten Personen (Messbeauftragter) durchgeführt werden.

neue Ableitbedingungen

Abstände von Schornsteine zu Fenstern usw.
Abstände von Schornsteine zu Fenstern usw.

Ab dem 22.03.2010 neuerrichtete oder wesentlich geänderte Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe müssen wesentlich höher Anforderungen hinsichtlich Abständen zum Dach, zu Fenstern bzw. Lüftungseinrichtungen einhalten. Diese gilt auch für die eigenen Fenster.
Deshalb bitte unbedingt vor der Neuanschaffung oder dem Austausch von Einzelfeuerstätten immer Ihren Schornsteinfeger fragen!

Zentralheizungen für feste Brennstoffe

Feinstaubmessung
Feinstaubmessung Holzvergaserkessel
  • Diese Anlage werden je nach Alter und Leistung zukünftige Messpflichtig.
  • Gemessen werden unter andrem die Kohlenmonoxid- und die Feinstaubemissionen
  • Zusätzlich gelten für neuerrichtet Anlage verschärfte Ableitungsbedingungen für die Schornsteine wie schon zuvor beschrieben
  • für viele Neuanlagen gibt es eine Verpflichtung Pufferspeicher mit einzuplanen
  • Ab 01.01.2015 ist die Stufe 2 für die Abgasgrenzwerte bei Neuanlagen einzuhalten

Grenzwerte für Feuerungsanlage; feste Brennstoffe

BImSch-Messung als Online-Messung

Heizberatung

Brennerschale eines Pelletofens
Brennerschale eines Pelletofens Durch schlechte Brennstoffqualität total veraschter Brenner

Zur Vermeidung unnötiger Emissionen durch Feuerstätten die mit festen Brennstoffen betrieben werden schreibt die 1.BImSchV eine Beratung der Betreiber dieser Feuerstätten vor.
Angefangen von den Brennstoffen, über die Brennstofflagerung, Bedienung und Reinigung der Feuerstätte und der Aschentsorgung beraten wir Sie zu allen Fragen rund um die Feuerungsanlage.

In der Praxis werden diese Fehler besonders häufig angetroffen:
1. falsche Lagerung des Brennholzes
2. zu feuchtes Brennholz
3. zu klobiges oder zu kleinstückiges Holz
4. Feuerstätte wird überlastet durch zu viel Brennstoffaufgabe
5. zu stark gedrosselte Verbrennungsluftzufuhr
6. ungeeigneter Brennstoff
7. Schäden an den Feuerraumeinbauten, Rauchgasumlenkungen, Abdichtungen der Feuerstätte usw.
8. Wartungsmängel an den Feuerungsanlagen



Holzfeuchte

Holzfeuchtemessung
Holzfeuchtemessung Messgerät immer quer zum Faserverlauf einstechen

Die Holzfeuchte darf gemäß 1. BImSchV einen Feuchtegehalt von 25% nicht überschreiten.
Die meisten im Handel erhältlichen Messgeräte messen jedoch den Wassergehalt. 20% Wassergehalt entsprechen ca. 25% Feuchtegehalt.

Die Holzlagerung ist entscheiden für den Trocknungsgrad und die Dauer.
Gespaltenes Holz in einen luftigen aber vor Regen geschützten Lager benötig ca. folgende Lagerzeiten:
Pappel, Fichte Tanne Kiefer ca. 1 Jahr
Linde, Erle Birke ca. 1,5 Jahre
Buche, Esche, Obstbaum ca. 2 Jahre
Eiche ca. 2,5 Jahre

Man kann sagen je härter und schwere ein Holz ist und so länger muss es gelagert werden.
Zusätzlich hat der Zeitpunkt der Fällung des Baumes noch entscheidet Einfluss auf die Trocknungszeit. Holz aus einer Winterfällug ist trockner wie aus Holz aus einer Zeit bei der sich der Baum in der Wachstumsphase befindet.

Nahaufnahme
Nahaufnahme
so könnte ein Holzlager aussehen
so könnte ein Holzlager aussehen